Rückblick Herberner Borussen unterwegs: Auswärts Tottenham

Stefan Potthast (stefan) on 16.02.2019

 

London calling..again and again..and again nix gewonnen

 

Nein, die Insel ist nicht das beste Pflaster für uns und den BVB seit dem Fernsehen bunt ist. Für mich war es jetzt das fünfte Mal auf der Insel und ich habe noch nie auch nur ein Unentschieden oder Sieg geholt.

Aber gut, man fährt ja bekanntlich nicht wegen Fußball zu den Auswärtsspielen. So sahen das auch 50 weitere Herberner, Lüdinghausener und Selmer Borussen und machten sich am Dienstag gegen 23 Uhr auf die Reise. Die Busfahrt verlief wie Busfahrten üblich sind. Der eine schläft und ruht, der andere hört Musik und trinkt sich seine Bierchen. Neben einer kurzen Grenzkontrolle durch die deutsche Polizei verlief die Hinfahrt im bekannten Bahnen. Es ist aber trotzdem die Hölle morgens nach London zu kommen. Wenn sich nochmal jemand über die A1, A2 oder B1 beschwert so möge er sich bitte auf die M2 oder sonstige Zufahrtsstraßen auf dem Weg nach London stellen. Wir benötigten für den Hinweg also schlappe 12 Stunden und kamen so gegen 11 Uhr bei bestem Wetter in London an. Dort verteilten sich die Mitfahrer in verschiedene Richtungen während wir Herberner erstmal die falsche nahmen.  Aber gut, London ist groß und irgendwie geht es überall hin.

An der Bahnstation kauften wir dank einer Dame aus London, die Deutschland und Hamburg liebt, Tickets für die Tube und fuhren via Baker Street zur Westminster Station. Dort angekommen wurden wir von einem argentinischen Fan der Boca Juniors angesprochen und konnten abermals erkennen, dass Fußball die Welt vereint.  Nach einem Foto ging es für uns über einen kleinen Park an der Themse entlang zum Jolly Gardeners. Den Pub kannten wir schon von unserem Spiel gegen Arsenal ein paar Jahre zu vor und neben etwas Ruhe gibt es dort auch ganz gutes Essen und vernünftige Getränke. Dort verbrachten wir also die Mittagszeit bevor es via Tube wieder Richtung Wembley ging.

Tube fahren ist auch so eine Sache für sich, wenn man meist nur die U45 über Kampstraße und Stadtgarten nimmt. Mich wundert es nicht, dass es so viele Filme und Geschichten über die Tube gibt. Man muss aber auch hier nochmal erwähnen, der Londoner (wenn er denn einer ist) ist super hilfsbereit, witzig und oft auch deutschsprachig. Wir hatten viel Spaß, mit dem ein oder anderen der mit uns in der Bahn saß.

Angekommen in Wembley machten wir uns auf den Weg zum Treffpunkt der Dortmunder Fans im Green Man. Dort hatten sich ca. 250-300 Leute drinnen wie draußen zum einstimmen getroffen und man konnte erkennen, dass die Stimmung voller Vorfreude auf das Stadion und das Spiel war. Nach ein paar weiteren Runden Bier gingen wir dann zum Stadion und auch wenn wir ein geniales Stadion haben und ich kein Fan von den neuen Arenen bin, Wembley hat schon was. Ich würde dort gern mal ein Spiel wie England-Schottland erleben, das muss schon krass sein. Zum Spiel selbst muss man nicht viel schreiben, machen ja die Zeitungen. Zum Support kann gesagt sein, dass er nicht so schlecht aber bei weitem auch nicht gut war. Die Engländer sangen wie immer nicht viel aber wenn, war es schon heftig laut und ich mag diese Chants die immer mal wieder gesungen werden. Unser Tralala dagegen gibt mir immer weniger.

Naja, nach dem Spiel dann ging es zum Bus und nach einer gewissen Wartezeit fuhren wir Richtung Küste. Dort kamen wir gegen 1 Uhr an und erfuhren dann, dass wir bis 05:50 warten müssten, um den Zug Richtung Frankreich zu nehmen. Somit schlugen wir unser Nachtlager im Food Counter auf und vertrieben uns die Zeit mit Schlaf, Bierchen, Zeitung lesen und TV gucken. Der Rest der Rückfahrt verlief dann eher ruhig und so kamen wir am Donnerstag um 15:30 Uhr nach 45 Stunden Fahrt wieder an der Mühle in Herbern an.      

Es hat sich aber wiedermal gelohnt das alles auf sich zu nehmen und wir haben die leise Hoffnung doch noch eine weitere Fahrt in diesem Jahr zu machen.

Heja BVB Herberner Borussen unterwegs.

 

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